Reinigung und Pflege lackierte Korkböden

1. Vorbeugende Maßnahmen
Ein großer Teil des üblichen Schmutzeintrages kann vermieden werden, indem Schmutzschleusen und Sauberlaufzonen in den Eingangsbereichen angelegt und in die laufende Reinigung einbezogen werden.
2. Quellschutz: Verringerung der Feuchtigkeitsempfindlichkeit
Eine Behandlung mit Kantenimprägnierer minimiert die Gefahr von Belagsquellungen durch Feuchtigkeitseinwirkung. Sie empfiehlt sich insbesondere für neu verlegtes Fertigparkett und elastische Belagskonstruktionen (Schwing-/Lagerholzböden) bei Holzarten, die sehr schnell auf Feuchteänderungen reagieren (z.B. Buche), ist jedoch nicht geeignet für Böden mit Fase oder V-Fuge. Boden zunächst zur Entfernung von Staub und lose aufliegendem Schmutz moppen oder saugen. Kantenimprägnierer vor Anwendung kräftig schütteln, ggf. vorher auf Raumtemperatur erwärmen. Mit einem ungezahnten, seitlich abgerundeten Kunststoff- oder Edelstahl-Flexspachtel oder einem Spachtel mit heller Gummilamelle auf den trockenen Boden hauchdünn auftragen und sorgfältig in die Stirn- und Seitenfugen einarbeiten. Überschüssiges Material durch Abziehen mit dem Spachtel und Aufnehmen mit saugfähigen Tüchern vollständig entfernen. Anschließend die Belagsoberfläche mit einer Einscheibenmaschine SRP (im Objektbereich) oder dem Padmeister (im Haushaltsbereich), jeweils mit unterlegtem weichen Tuch, gleichmäßig polieren, bis sich ein einheitliches Oberflächenbild ergibt. Hierbei auf das rechtzeitige Auswechseln des Poliertuches, abhängig von der Menge aufgenommener Produktreste, achten. Um eine zügige Verarbeitung zu gewährleisten, immer in Teilabschnitten (ca. 10 qm) arbeiten. Nach 3-4 Stunden, maximal nach Trocknung über Nacht, die Fläche noch
einmal mit einem weißen Pad nachpolieren. Ein vorheriges Betreten der Fläche verhindern.
3. Laufende Reinigung
Parkett Pflege im Verhältnis 1:200 mit handwarmem Wasser verdünnen. In dieser Lösung einen geeigneten Wischmopp (z.B. den Quick Step) auswaschen, gut auswringen und den Boden nebelfeucht wischen. Fettflecken, Absatzstriche und andere festhaftende Verschmutzungen mit der unverdünnten Parkett Pflege und einem kratzfreien weißen Pad beseitigen. Den Boden anschließend mit gut ausgewrungenen Tüchern wischen, bis Schmutz- und Reinigungsmittelreste aufgenommen sind.
4. Pflege
Auch die Versiegelung auf Parkettfußböden unterliegt je nach Beanspruchung einem natürlichen Verschleiß. Deshalb sollte der Fußboden regelmäßig mit Parkett Glanz (für seidenglänzend versiegelte Böden) oder Parkett Matt (für Böden mit mattem Decklack) behandelt werden. Die Polymerdispersion reduziert den Abrieb, erleichtert die regelmäßige Unterhaltsreinigung und frischt alte, stumpfe Böden wieder auf. Das Produkt wird unverdünnt in einem dünnen, gleichmäßigen Film nach der gründlichen Reinigung aufgetragen, wozu ein nichtflusender Breitwischmopp oder der Wischwiesel verwendet wird. Hierbei ist es vorteilhaft, die Polymerdispersion auf den Wischmopp oder Wischwiesel zu geben bzw. diesen in einem Vorlagebehälter mit der Dispersion zu tränken, anstatt die Dispersion direkt auf den Boden zu gießen. Auf diese Weise wird die Gefahr von Quelleffekten bei nervösen Hölzern minimiert. Der Pflegezyklus orientiert sich dabei am Grad der Beanspruchung:
a) Gering beanspruchte Böden (z.B. in Wohn- und Schlafräumen, Büroräumen ohne Publikumsverkehr) je nach Bedarf etwa alle drei Monate.
b) Mittelstark beanspruchte Böden (z.B. in Korridoren, auf Treppen, in Büroräumen mit
Publikumsverkehr) je nach Bedarf etwa alle 2-3 Wochen, stärker beanspruchte Bereiche auch häufiger.
c) Stark beanspruchte Böden (z.B. in Gaststätten, Ladengeschäften, Kaufhäusern, Schulen und bei Tanzflächen) wöchentlich, besonders stark beanspruchte Bereiche auch häufiger.
5. Grundreinigung
Grobschmutz durch Kehren oder Saugen entfernen. Intensivrreiniger für Holz- und Korkböden unverdünnt mit einem Breitwischmopp oder unter Verwendung des Padmeister mit weißem Pad auf dem Boden verteilen, wobei eine „Pfützenbildung“ zu vermeiden ist. Pflegefilm nach einer Einwirkzeit von max. 10 Minuten mit dem Padmeister mit weißem Pad lösen, bei größeren Flächen statt des Padmeisters eine Einscheibenmaschine SRP verwenden. Schmutzflotte sofort vollständig mit einem Wassersauger (z.B. einem Sprühsauger mit Hartbodenadapter) aufnehmen, im Ausnahmefall können saugfähige trockene Wischmopps verwendet werden. Abschließend mit klarem Wasser zur Entfernung etwaiger Reinigungsmittelrückstände nebelfeucht nachwischen.
Achtung: Boden immer abschnittweise bearbeiten. Reinigung nach Möglichkeit zu zweit durchführen, wobei die erste Person den Pflegefilm löst und die zweite sofort die entstehende Schmutzflotte absaugt. Empfindliche Oberflächen (z.B. lackierte oder naturbelassene Möbel und Türen) nicht mit der Reinigungsflotte benetzen. Metallflächen, Bewegungsfugen-/Übergangsprofile etc. innerhalb der Belagsebene vor Durchführung der Grundreinigung abkleben. Belagsoberfläche vorab auf Lackrisse und offene Fugen überprüfen. Eine längere Produkteinwirkung auf wasserbasierende Siegellacke kann zur vorübergehenden Bildung milchiger Flecken führen. Die Einwirkzeit unbedingt auf das Mindestmaß beschränken und den Boden nie über längere Zeit nass belassen.
6. Allgemeine Hinweise
Parkettböden nie über längere Zeit feucht oder gar nass belassen, da sie Wasser aufnehmen und dabei seine Form verändern oder vergrauen können. Dies gilt insbesondere für Holzsorten, die sehr schnell auf Feuchteänderungen reagieren (z.B. Buche). Bei der Reinigung deshalb stets darauf achten, dass entweder trocken (mit Wischmopp, Staubsauger) oder lediglich nebelfeucht (d.h. mit gut ausgewrungenen Wischmopps) gewischt wird und keine "Pfützen" auf dem Boden entstehen. Neuverlegte Parkettfußböden in den ersten 1-2 Wochen nur trocken reinigen. Möbelfüße mit Filzgleitern versehen und schwere Einrichtungsgegenstände vorsichtig einbringen. Farbige Produkte (z.B. Haarfärbemittel, Wunddesinfektionsmittel) sowie Weichmacherwanderungen (z.B. aus Gummi) können zur irreversiblen Verfärbung der Siegelschicht führen. Daher den Kontakt des Bodens mit diesen Produkten vermeiden.
Parkett reagiert wie alle Holzbauteile auf die umgebende Luftfeuchte und passt sich dieser mit einer Änderung der Holzfeuchte an. Dies zieht entweder Schwindungen (bei geringer Luftfeuchte) oder Quellungen (bei hoher Luftfeuchte) mit den entsprechenden Folgeeffekten (z.B. Fugenbildung) nach sich. Achten Sie deshalb darauf, dass sich die relative Luftfeuchte in den mit Parkett belegten Räumlichkeiten ganzjährig zwischen 50 und 60 % bei ca. 20°C bewegt. Bei Bedarf sind Lüftungs-/ Heizungsmaßnahmen oder aber Maßnahmen zur Erhöhung der Luftfeuchte auszuführen. Diese Klimabedingungen wirken sich nicht nur auf Ihren Parkettboden, sondern auch auf Einrichtungsgegenstände aus Holz, Gemälde und auch auf Ihr persönliches Wohlbefinden positiv aus. Wenn die Versiegelung des Parkettbodens durch die Nutzung schadhaft geworden ist, muss abgeschliffen und neu versiegelt werden (sofern für den betreffenden Boden technisch möglich). Die Versiegelung ist eine handwerkliche Arbeit, wobei Staubpartikel oder dergleichen in der Oberfläche nicht immer vermeidbar sind. Auf die Haltbarkeit des Bodens hat dies jedoch keinen Einfluss.



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Dobbert Parkett und Bodenbelag
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